Spätsommer zuhause: so holst du die Stimmung der Saison nach drinnen
· Barbara
Ende August hat sein eigenes Licht. Die Abende werden spürbar kürzer, die Sonne steht tiefer und alles bekommt einen goldenen Rand. Es ist die Zeit des Spätsommers: noch einmal draussen essen, aber auch schon eine Decke in Reichweite. Gerade in diesen Übergangswochen lässt sich zuhause etwas Schönes mit Atmosphäre anfangen.
Spätsommer beginnt beim Licht. Wo der Hochsommer nach offenen Fenstern und möglichst viel Tageslicht verlangt, darf jetzt langsam etwas Warmes dazukommen. Zünden Sie am späten Nachmittag schon einen Lichtpunkt an, niedrig im Raum: eine Lampe auf der Kommode, eine Kerze auf dem Tisch. Tageslicht und Kunstlicht begegnen sich dann für ein Stündchen, und genau diese Stunde fühlt sich an wie Urlaub im eigenen Wohnzimmer.
Auch die Texturen dürfen sich mitverändern. Das Leinen des Sommers muss noch nicht weg, bekommt aber Gesellschaft: eine Wolldecke über der Armlehne, ein dickeres Kissen auf dem Sofa. Man ersetzt nichts; man fügt eine Schicht hinzu. So wandelt sich der Raum allmählich mit der Jahreszeit, statt auf einen Schlag umzuschlagen.


Und dann der Duft, der leiseste Jahreszeitenanzeiger von allen. Die frischen Zitrus- und Meeresdüfte des Juli dürfen langsam etwas Runderem Platz machen: Feige, Amber oder ein sanfter Holzduft. Noch nicht die tiefe Würze des Dezembers, sondern etwas dazwischen, so wie der Spätsommer selbst zwischen Sommer und Herbst hängt. Wer mit Nachfüllungen arbeitet, wechselt im Handumdrehen und kann sogar je nach Abend entscheiden: frisch, wenn es noch warm ist, warm, wenn es regnet.

Machen Sie zum Schluss ein kleines Ritual daraus. Wählen Sie einen festen Moment, etwa die Stunde, in der es draussen zu dämmern beginnt, und läuten Sie dann bewusst den Abend ein: Licht an, Duft an, das Telefon ein Stück weiter weg. Der Abschied vom Sommer muss nicht wehmütig sein. Mit den richtigen Details wird der Spätsommer zur gemütlichsten Zeit des Jahres.
